Struktur der Querschnittsfunktionen und Effektivität: Projekt- und Programmmanagement

Unternehmen haben neben der funktionalen Aufbauorganisation auch bereichsübergreifende Aufgaben. Die Zielsetzung einer Querschnittsfunktion kann zum Teil divergierende Zielsetzungen der einzelnen Funktionsbereiche ergänzen oder ersetzen. Die Erweiterung der funktionalen Organisationsstruktur um Querschnittsfunktionen hilft vorhandene Schnittstellen zu überwinden. Sie bewirken die Koordination der einzelnen Funktionsbereiche des Unternehmens.

 Bereits organisatorisch institutionalisiert Querschnittsfunktionen sind:

  • Controlling
  • Einkauf
  • Logistik
  • Qualitätsmanagement
  • Risikomanagement
  • Prozessverbesserungsmanagement
  • Changemanagement
  • Business Prozessmanagement
  • Projekt- und Programmmanagement

Diese können unabhängig voneinander organisatorisch gestaltet werden. Folgende Strukturen sind üblich:

  • zentralisiert, wobei die Verantwortung und Personalausstattung in einer einzigen Gruppe zusammengefasst ist und die Disziplin als Service für das gesamte Unternehmen konsolidiert angeboten wird;
  • dezentral, wobei jede Geschäftseinheit oder Abteilung die Disziplin entwickelt und managt; 
  • Hybrid, bei dem ein Kernteam die unternehmensweite Richtung und Unterstützung übernimmt, aber die Verantwortung auf die gesamte Organisation verteilt ist (eine Kombination von zentralen und dezentralen Ansätzen).

In seinem Kern ist eine Disziplin, ein System von Regeln und Verfahren, um das Verhalten und die Aktivitäten zu steuern. Wie eine Unternehmen die einzelnen Disziplin konfiguriert ist eine Entscheidung auf der Grundlage der speziellen Bedürfnisse des Unternehmens. Für die Führung ist entscheidend, welche Struktur für die jeweilige Disziplin am effektivsten ist. Als effektiv wird der Ansatz bewertet, wenn er zu den Bedürfnissen und der Kultur des Unternehmens passt und eine höhere Leistung bewirkt.
Für ihre Studie mit dem Titel „Strukturen für Funktionsbereiche: Zentralisierung vs. Dezentralisierung vs. Hybridisierung“ befragte APQC Organisationen, ob sie zentralisierte, dezentralisierte oder hybride Strukturen für ihre Projekt- und Programmmanagement - Fachbereiche anwendeten, und als wie effektiv sie diese Strukturen in Bezug auf die Bedürfnisse des Unternehmens wahrgenommen haben.

Zentralisierte, Dezentralisierte und Hybride Strukturen

Bei den antwortenden Organisationen waren hybride Strukturen mit 40 Prozent am weitesten verbreitet; gefolgt von dezentralisierten mit 33 Prozent; und zentralisierten mit 27 Prozent (Abbildung 1).

Die wahrgenommene Höchsteffektivität ist für alle Strukturen gleich

Gefragt nach der Effektivität ihrer vorhandenen Strukturen für das Projekt- und Programmmanagement gaben jeweils 37 Prozent der Organisationen der zentralisierten, dezentralisierten und hybriden Strukturen an, dass sie ihre Strukturen für hoch effektiv halten.

Organisationen planen nicht ihre Strukturen zu ändern

Werden alle Organisationen betrachtet, unabhängig von den Projekt- und Programmmanagement Strukturen, sieht die Mehrheit ihre Strukturen irgendwo zwischen mittelmäßig und hoch effektiv; tatsächlich planen fast 70 Prozent dieser Organisationen nicht, irgendwelche Änderungen in der nahen Zukunft vorzunehmen.
Das Projekt- und Programmmanagement ist bei verschiedenen Organisationen niemals einheitlich. Viele „Best Practice“ Organisationen unterscheiden sich von anderen durch die Art wie ihre Projekt- und Programmmanagement- Fachbereiche strukturiert sind. Einige beschäftigen auf Unternehmensebene ein Büro für Projektmanagement, während andere eine hybride Struktur annehmen, in der es übergeordnete Büros gibt, denen Programmmanager berichten, die ihre jeweiligen Geschäftseinheiten vertreten.
Viele Best Practice Organisationen führen gründliche, konsequente Überprüfungen ihrer Projektmanagementprozesse durch. Diese „rollierenden Bewertungen“ können informelle Pläne erforderlich machen, um die Managementstrukturen des Projektes/ Programms in der nahen Zukunft völlig zu überholen.

Gern informieren wir Sie über die Details der Zusammenarbeit und die Vorteile, die daraus für Ihr Unternehmen resultieren.


Struktur der Querschnittsfunktionen und Effektivität: Projekt- und Programmmanagement

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